Chris Wirth, Manuela Keller und Christian Strässle haben schon während ihres Musikstudiums am Konsi Zürich zusammen gespielt. Danach sind die drei vorerst eigene Wege gegangen, haben sich aber alle intensiv mit Jazz, freier Improvisation, Theater- und Filmmusik beschäftigt. Im Frühjahr 2005 trafen sie sich für eine Session, fanden im Zusammenspiel auf Anhieb eine gemeinsame Sprache und gründeten daraufhin ihr Trio. 

Auf der Suche nach einem Namen liessen sie sich von der gemeinsamen Liebe zu Bartóks Musik und seiner einzigen Oper inspirieren. Der mörderisch verheissungsvolle Klang von "Blaubart" lässt Nackenhaare erzittern und Ohrmuscheln kräuseln. Er öffnet die Pforten zu unzensierter Fantastik und haarsträubenden Geschichten..... 

In den knapp zehn Jahren ihrer gemeinsamen Geschichte ist zwischen den drei Musikern eine grosse musikalische Vertrautheit entstanden. Die klangliche Vielfalt ihrer Besetzung trägt viel zu ihrem improvisatorischen Ideenreichtum bei, und die Begeisterung, Interpretationen bis ins letzte Detail zu verfeinern, haucht auch komplexe Werken Leben und Farbe ein. Alle drei Blaubärte komponieren auch eigene Stücke, welche als Material dienen, mit dem experimentiert und gespielt wird.

Christian Strässle, Violine Viola

Manuela Keller, Piano

Chris Wirth, Klarinette, Bassklarinette

Christian Strässle

1963, schloss sein Musik-/Violinstudium an der Musikhochschule Zürich ab. Schon früh wandte er sich der  improvisierten Musik, Jazz und Theater zu.

Er war langjähriges Mitglied bei nadelöhr (später zu Koj umbenannt). Ihre Musik stand im Spannungsfeld von Neuer Musik, Jazz, Rock und Freier Improvisation. CDs bei Unit-Records: nadelöhr, Charming Stories (Musik zu Texten von Daniil Charms) Merry Melodies (Musik zu Trickfilmen) CD beim Label Between the Lines: Piffkaneiro, Koj mit Louis Sclavis. Die Bergkatze – Koj spielt Livemusik zum Film von E. Lubitsch. Mit diesem Programm 2010/2011 Konzertreihen mit Claudio Puntin.

Seit über 15 Jahren ist er Mitglied von Les Truffes du Soir (2014 CD Fracanapa mit Les Truffes du Soir und dem Gast-Akkordeonisten Oleg Lips).

Er engagierte sich als langjähriger Violonist im Weshalb-Forellen-Quartett (2003 CD Der fliegende Holländer für Streichquartett und Hammondorgel) Mit diesem Quartett wirkte er bei mehreren Theaterproduktionen von Ruedi Häusermann mit.

Manuela Keller

1967, besuchte nach dem Klavier-Diplom bei Carl Rütti und Erna Ronca am Konservatorium Zürich für ein Jahr die New School in New York. 2000/01 verbrachte sie ein weiteres Jahr in den USA (Berkeley, CA), wo Kompositionsunterricht bei W.A. Mathieu nahm und verschiedene Workshops besuchte. Danach beschäftigte sie sich längere Zeit mit elektronischer Musik (Akustik-Elektronik Duo "Cave Bonfils", Vertonung von Filmen, Theatermusik, Musikprogrammation mit Max/MSP).2018/19 verbrachte sie ein halbes Jahr in Oxford, wo sie regelmässig mit den Oxford Improvisern spielte und Kompositionsklassen besuchte. Seit mehreren Jahren gilt ihr musikalisches Interesse der Verbindung von Jazz, Klassik und frei improvisierter Musik.

Konzerttätigkeit mit idée manu (mit Nick Gutersohn, pos, Jan Schlegel e-b, und Marco Käppeli, dr, aktuelle Cd: idée manu, Oktopus, the music of Boris Blacher, Label Between the Lines), mit Tastressen (Gabriela Friedli, p, und Claudia Binder, p, frei improvisierte Musik) und in diversen adhoc Formationen. www.manuelakeller.ch

Chris Wirth

1966, beschäftigte sich nach dem Klarinettendiplom am Konservatorium Zürich intensiv mit Improvisation, Komposition und Arrangement. Neben einem Klarinetten-Trio mit eigenen Kompositionen wirkte er in verschiedenen Formationen und Projekten mit, u.a. Ein Nicht Alltägliches Orchester (1991/93) um Lucas Niggli oder das Rezessionsorchester mit wöchentlichen Auftritten im Moods. Die Zusammenarbeit mit Urs Blöchlinger und Christoph Baumann ermöglichte Erfahrungen in Projekten mit Theater und Performance: Kleinzeit mit No Secrets in the Family, Little Nemo, Ds Grais. Daneben nahm er Engagements mit klassischer Musik wahr, u.a. im Opernhaus Zürich.

Das Interesse an der Verbindung von improvisierter Musik, Jazz und Klassik konnte erstmals richtig als Mitglied bei IGORS, mit adaptierter Musik von Igor Strawinsky, genährt werden. Es folgen sehr unterschiedliche musikalischen Engagements, Lyrik & Musik mit Thomas Dütsch (bcl solo), Volksmusik im Trio mit Heinz Duttweiler, sowie Jazz in diversen ad hoc Formationen. Prägend war eine einjährige Weiterbildung an der ZHdK bei Christoph Grab, sowie das breite stilistische Spektrum bei Les Truffes du Soir. (Klezmer, Musette, Tango, Zigeunerjazz) www.lestruffesdusoir.ch