Blaubarts Cox

Ein musikalisch literarischer Abend über die Vergänglichkeit

(und dem heitern Scheitern beim Versuch, sie auszuhebeln...)

Premiere und Erstaufführungen! 

(erneut verschobenen auf Herbst 2021)

Sa 16. Jan. 2021  19:30     Kirche, Sent                                              www.sent-online.ch/concerts

Sa 23. Jan. 2021  19:30     Feilenhauer, Hegistr. 33g, Winterthur                   www.feilenhauer.net

So 24. Jan. 2021  17:00     Atelier für K. & Ph. Zürich                       www.kunstundphilosophie.ch

Fr 29. Jan. 2021   19:30     Hegnerhof, Kloten                                                     www.hegnerhof.ch

Sa 30. Jan. 202    19:30     Theater POTZTUUSIG, Dietikon                      www.kasperlibuehne.ch

Fr  05. Feb. 2021  20:00     Raum 132, Bahnhofstr. 132, Wetzikon                      www.raum132.ch

Mit Kompositionen von Philippe Manouri (Michigan Trio 1993), Boris Blacher (Klaviertrio 1970), Charles Ives (Largo 1934) und Eigenkreationen von Blaubart, kombiniert mit einer Lesung aus Ch. Ransmayrs Roman „Cox oder der Lauf der Zeit“.


Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen Stadt Uhren bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, auch von Krankheit und Sterben abzulesen sind. Im Umfeld des (beinahe unsichtbaren) Kaisers, der gemäss einem seiner zahllosen Titel auch alleiniger Herr über die Zeit ist, vibriert die Luft in einer Atmosphäre von Macht, Angst und Ohnmacht. Cox darf den Kaiser nicht enttäuschen und die ungewöhnlichen Gedankengänge des Erfinders ähneln jenen eines Komponisten, der in einer verspielt raffinierten Konstruktion schier Unmögliches mit grossartiger Poesie zu verbinden mag.


Blaubart verbinden die wunderliche, schroffe, zarte und zutiefst menschliche Geschichte über die Vergänglichkeit mit der ebenso vergänglichen und wunderlichen Welt ihrer Musik. Die MusikerInnen versuchen an jedem Abend, einen Zipfel der Unendlichkeit im Klanguniversum zu erhaschen, bevor der letzte Ton verklingt: Ausgestattet mit einer Sanduhr, die irgendwann zu rieseln aufhört, hat jeder Musiker nur eine begrenzte musikalische Lebenszeit zur Verfügung. 

Und wie der Uhrmacher auf den Gottkaiser warten muss, warten Blaubart auf ein schon fast mythisches Instrument: Das Theremin*. Die hypnotischen Töne werden durch einen Tanz der Hände und die daraus resultierende Beeinflussung eines elektromagnetischen Feldes erzeugt.


*Es wurde 1920 von Leon Theremin, einem nach Amerika emigrierten Russen erfunden und war eines der ersten elektronischen Instrumente.

Hörproben und Ausschnitte aus dem Programm

Auf YouTube auch einzelne Stücke anklickbar:

https://youtu.be/BpXz1AdMyPo